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Ein Tag für alle Sinne

BUND Kreisgruppe Alzeyer Land feiert 40-jähriges Bestehen des Verbandes in Rheinland-Pfalz in Sulzheim

aus: http://www.allgemeine-zeitung.de/region/alzey/vg-woerrstadt/sulzheim/13222331.htm

01.07.2013 – SULZHEIM

Von Jasmin Posselmann

40 Jahre BUND Rheinland-Pfalz – ein Jubiläum, das die einzelnen Kreisgruppen gebührend feiern. So auch die Kreisgruppe Alzeyer Land in Sulzheim. Am Alten Trafoturm standen für einen Tag alle Türen und Tore offen, um der Bevölkerung die Möglichkeit zu geben, sich ausführlich über die Tätigkeiten und Angebote des BUND zu informieren.

Geschichte des BUND

Auftakt war die Jubiläumsausstellung, welche in den oberen Etagen des Trafoturms zu besichtigen war. Neben der Geschichte des BUND wurden auch die Arbeit und die wichtigsten Ereignisse, Erfolge und Niederlagen der vergangenen vier Jahrzehnte präsentiert. Zwei Highlights, an die sich Ernst-Ludwig Hammen sofort erinnert: „Zum einen die Information der Bevölkerung über Gentechnik in den neunziger Jahren“, so Hammen und fügt hinzu: „Und dann die Ortsumgehung, bei der wir die Bevölkerung ebenfalls mit eingebunden haben.“ Auf großen Bannern wurden weitere Meilensteine anschaulich dargestellt.

Auch die kleinen Besucher sollten ihren Spaß haben, und dies bot die Kinderexpedition „Erlebnistag mit allen Sinnen“. Im Naturgarten neben dem Trafoturm gab es allerlei zu erforschen, beobachten und entdecken. Die Schwestern Lena und Aliya erklären begeistert, was sie gemacht haben: „Wir haben Blätter und Blüten gesammelt und mit den Bestimmungsbüchern die Namen dazu rausgefunden.“ Bis auf die letzte Seite ist das Notizbuch mit allerlei Blühendem gefüllt und sogar noch mit den lateinischen Namen versehen. Einige Namen habe sie schon gekannt, gibt Lena stolz zu. Und andere wiederum erst neu dazugelernt.

"Für Kinder sei dies immer interessant", weiß Hammen. Denn das grüne Klassenzimmer, welches durch den BUND und die lokale Agenda 21 der VG Wörrstadt betrieben wird, sei bei Schulen und Kitas sehr beliebt. Knapp 400 Kinder nehmen pro Jahr daran teil. Als Ergänzung zum Unterricht in der Schule stehen etwa 30 000 Quadratmeter Fläche mit Feuchtbiotopen, Streuobstwiesen und Trockenrasen zur Verfügung. Ziel sei es, die Vielfalt und Eigenart der Landschaft vor der Haustür erlebbarer zu machen. „Es gibt kein Thema, was man hier nicht bearbeiten kann. Physik, Chemie, Biologie, alles ist möglich“, so Volker Söllner.

Was blüht denn da?

Dass Blätter auch künstlerisch wertvoll sein können, zeigt Aliya. Sie bemalt die Blätter mit Farbe und druckt diese auf Karten. Ebenfalls im Naturgarten gab es einen Barfußpfad. Mit unterschiedlichen Materialien wie Stroh, Sand und Tannenzapfen gefüllte Kisten luden ein, diese Sinneseindrücke mit den Füßen wahrzunehmen. Anhand des Erkennungsquiz’ konnten Jung und Alt ihr Wissen testen. Nicht nur Pflanzen, sondern auch Tiere aus der Region galt es zu erkennen, was schwieriger war als gedacht.

Den Abschluss bildete die Wiesenwanderung unter dem Motto „Was blüht denn da?“ Vorbei an Blumen- und Streuobstwiesen führte der 3,5 Kilometer lange Weg vom Michelstal bis zum Schildberg quer durch die Landschaft rund um Sulzheim.




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