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Presseinformation vom  7. Juni 2019


Es brummt und summt im Schornsheimer Hohlweg

BUND Alzeyer Land lud zur Wildbienen-Safari ein – 35 begeisterte Teilnehmer

Holzbienen, Langhornbienen, Furchen- und Sandbienen, Seidenbienen sowie Hummeln haben eines gemeinsam: Sie gehören zu den deutschlandweit über 570 Wildbienenarten, die nicht - wie die verwandte Honigbiene - in größeren sozialen Einheiten leben, sondern meist einzeln oder in in kleineren Staaten. Diese und viele weitere Wildbienen, darunter auch Kuckucksbienen wie die Blutbiene, die keine eigenen Nester bauen, sondern sich darauf spezialisiert haben, fremde Wildbienennester für die Aufzucht ihrer eigenen Brut zu nutzen, haben über 35 begeisterte Teilnehmer unter der fachkundigen Führung von BUND-Wildbienenbotschafter Jean-Sebastien Larro auf der Wildbienen-Safari im Schornsheimer Hohlweg und der benachbarten BUND-Wildblumenwiese entdeckt. Rheinhessen ist ein Paradies für Wildbienen. Die trocken-warmen Lebensräume gefallen nicht nur den Weinreben, sondern auch den fleißigen Bestäuberinnen. Besonders viele Wildbienenarten kommen in rheinhessischen Hohlwegen vor. Sie nisten in den sonnigen Steilwänden und Abbruchkanten aus festem Löss. In Rheinhessen gibt es über 400 verschiedene Arten. Etwa die Hälfte von ihnen gilt laut „Roter Liste“ aus dem Jahr 1995 aber als gefährdet. Daher wurden bei der Exkursion neben der Bestimmung der Arten und spannenden Informationen zum Leben der Wildbienen, auch Maßnahmen vorgestellt, die jeder Einzelne ergreifen kann, um etwas für den Erhalt der Bienen zu tun. Für einen guten Wildbienen-Lebensraum braucht es dreierlei: Nistplätze wie sie zum Beispiel im Schornsheimer Hohlweg zu finden sind; Nistmaterial für ihr Nest und Nahrung. Mit einem passenden Blühangebot wird für die Ernährung der Wildbienen und ihre Nachkommen gesorgt. Der BUND Alzeyer Land hat oberhalb des Schornsheimer Hohlweges eine Wildblumenwiese angelegt. Dort blühen viele von Bienen, Schmetterlingen und anderen Insekten beliebte Nektar- und Pollenpflanzen, die ihnen und ihren Nachkommen reichlich Nahrung bieten. Das Angebot nutzt auch die Mai-Langhornbiene. Mit ihren langen Fühlern und dem pelzigen Rücken fällt sie unter den Wildbienen sofort auf. Sie stellt normalerweise keinen hohen Anspruch an ihren Lebensraum. Bei der Nahrungsuche hat sie sich allerdings auf Schmetterlingsblütler, wie zum Beispiel die Zaun-Wicke, spezialisiert. Zwischen Mai bis Ende Juli kann man sie gut im Schornsheimer Hohlweg und den benachbarten Wiesen  beobachten.

Weitere Informationen: BUND Kreisgruppe Alzeyer Land, Ernst-Ludwig Hammen, ernst-ludwig.hammen@bund-rlp.de, http://alzeyer-land.bund-rlp.de




Mach mit!; Her mit den Mäusen

Veranstaltungen, Projekte und Aktivitäten der BUND Kreisgruppe Alzeyer Land werden mit Mitteln des Ministeriums für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz gefördert.

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