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Presseinformation vom 15. Mai 2018

Rheinhessen wird gefährlich gelb – Orientalisches Zackenschötchen breitet sich wieder aus

BUND Alzeyer Land schlägt Alarm: Vielfalt der heimischen Flora und Fauna in Gefahr

Nicht alles, was gelb blüht, ist Raps! An Wegesrändern und auf Wiesen kann man zurzeit das dem Raps ähnlich sehende Orientalische Zackenschötchen (Bunias orientalis) beobachten, das vor einigen Jahren nach Rheinhessen übertragen worden ist. Nun verbreitet es sich explosionsartig, so dass sich die Straßenränder und Wiesen in Gelb verwandeln. Die BUND Kreisgruppe Alzeyer Land beobachtet die Verbreitung sehr kritisch. Das Zackenschötchen produziert eine hohe Zahl von Samen und kann sich sprunghaft vermehren. Die mehrjährige Pflanze mit langer Pfahlwurzel bildet zunächst einzelne, später sehr dichte Bestände. Wiesenblumen, wie Margerite oder Wiesen-Salbei, werden mit der Zeit weitgehend und teilweise komplett verdrängt. Viele Insekten, darunter Bienen und Schmetterlinge, die auf diese Nektar und Futter spendenden Pflanzen angewiesen sind, leiden ebenfalls unter der Dominanz des schnellwüchsigen und konkurrenzstarken Neophyts. „Deshalb sollte jeder mithelfen, das Orientalische Zackenschötchen durch Ausstechen, Ausreißen oder Abschneiden zu vernichten, bevor es sich weiter vermehren kann“, erläutert Günter Kreft von der BUND Kreisgruppe Alzeyer Land. Bis in den Spätsommer kann es Nachblütler mit fruchtbaren Samen ausbilden. Das Zackenschötchen sollte spätestens zur Blütezeit abgemäht werden, damit eine weitere Ausbreitung durch Aussamen der Hauptblüte verhindert wird und die Artenvielfalt der Natur erhalten bleibt.

Weitere Informationen:

BUND Alzeyer Land, Ernst-Ludwig Hammen, ernst-ludwig.hammen@bund-rlp.de, 06732-62053, alzeyer-land.bund-rlp.de

 




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