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Presseinformation vom 13. Juni 2017

Von Furchen-, Seiden-, Sandbienen und Co.

Viele Wildbienenarten auf BUND-Exkursion im Schornsheimer Hohlweg und auf BUND-Wiese entdeckt

Die BUND Kreisgruppe Alzeyer Land lud im Juni zu einer Wildbienensafari in den Schornsheimer Hohlweg ein. Hohlwege sind durch menschliche Nutzung und Erosion entstanden. Typisch in Rheinhessen sind die sogenannten Lößhohlwege. Schattige und sonnige, trockene und feuchte sowie windige und windstille Stellen sind verantwortlich dafür, dass sich hier viele verschiedene Wildbienenarten ansiedeln. Auch im Schornsheimer Hohlweg befinden sich bedeutende Niststandorte für Wildbienen. Besonders im Frühsommer kann man sie beobachten. Unter der fachkundigen Führung von BUND-Wildbienenbotschafter Jean Sebastien Larro entdeckten und bestimmten über 20 interessierte Exkursionsteilnehmer u.a. Furchen- und Pelzbienen, Erd- und Sandbienen sowie einige Hummelarten, die ebenso zu den Wildbienen gehören. Larro erläuterte die besonderen Lebensweisen der Wildbienen. Zum Beispiel legt die zu den sogenannten Kuckucksbienen gehörende Blutbiene ihre Eier in die Niströhren anderer Bienen, nachdem sie die Eier der Wirtsbiene aufgefressen hat. Die ausgeschlüpften Larven ernähren sich dann vom Nektar- und Pollenvorrat der Wirtsbiene. Die Zaunrüben-Sandbiene wiederum gehört zu den Bienenarten, die bei der Wahl der besuchten Blüten extrem wählerisch ist, denn sie besucht ausschließlich die Blüten der Zaunrübe. In Deutschland leben über 550 verschiedene Wildbienenarten, davon sind mehr als die Hälfte der Arten mittlerweile bedroht, einige sogar vom Aussterben. Ein entscheidender Faktor für den Rückgang der Wildbienen insgesamt sind neben dem Verlust von Nistplätzen auch der Verlust von Nahrungshabitaten. Der BUND Alzeyer Land hat daher im Frühjahr 2016 oberhalb des Schornsheimer Hohlweges eine Wildblumenwiese angelegt. Hier blühen zur Zeit viele von Bienen, Schmetterlingen und anderen Insekten beliebte Nektar- und Pollenpflanzen, u.a. Margerite, Zaunrübe, Gewöhnlicher Natternkopf, Platterbse, Mohn, Malven und Kleearten. Wer etwas zum Schutz der Wildbienen tun und seinen Garten oder Balkon, Straße oder Gemeinde bienenfreundlich machen möchte, dem empfiehlt der BUND Alzeyer Land eine Wildbienenblumensamen-Mischung, die man beim BUND unter www.bundladen.de bestellen kann. Diese Wildblumenmischung enthält 35 ein-, zwei- und mehrjährige einheimische Wildblumenarten, die reichlich Nektar und Pollen für Wildbienen und Co bieten.

Weitere Informationen: BUND Kreisgruppe Alzeyer Land, Ernst-Ludwig Hammen, ernst-ludwig.hammen@bund-rlp.de, 06732 – 62053, alzeyer-land.bund-rlp.de

 




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