Sie befinden sich hier:

Pressemitteilung vom  21. März 2016

Wildbienen schützen – BUND will biologische Vielfalt bewahren

Rheinhessen: Anlässlich der bevorstehenden Obstblüte von Birne, Apfel und Kirsche ruft der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die Bürgerinnen und Bürger der Rheinhessischen Gemeinden zum verstärkten Einsatz beim Schutz der heimischen Wildbienen auf.

"Wildbienen sind nicht nur faszinierende Wesen, sie sind auch unverzichtbar für eine vielfältige landwirtschaftliche Produktivität in Rheinhessen! Europaweit sind wildlebende Bestäuber für 80 Prozent der Ernteerträge aller von Insekten bestäubten Nutzpflanzen zuständig. Der Schutz dieser auch für unsere Ernährung extrem wichtigen Insekten muss uns allen am Herzen liegen“, sagt Ernst Ludwig Hammen, Vorsitzender der BUND Kreisgruppe Alzeyer Land. Der fortschreitende Verlust naturbelassener Ackerränder, das Fehlen artenreicher Wiesen und von Bäumen, Büschen, Hecken und Wegrändern gefährdeten die mehr als 550 Wildbienenarten in Deutschland.

Die Verarmung der Landschaft durch die industrialisierte Agrarwirtschaft gefährde so auch die Arbeitsgrundlage der Bauern. „Erforderlich sind grundlegende Änderungen der Art und Weise, wie Landwirtschaft betrieben wird. Nur so lassen sich genügend Lebensräume für gefährdete Tiere und Pflanzen schützen und neue schaffen. Auch Ackerränder entlang öffentlicher Wege wurden umgepflügt, hier müssen die Kommunen aktiv werden“, fordert Prof. Dr. Herbert Göttler von der BUND-Kreisgruppe Mainz-Bingen.

Die zum Teil hochspezialisierten Wildbienen-Arten benötigten vor allem ausreichende Futterpflanzen und Nistmöglichkeiten. Wegränder mit Ackerwildkräutern oder geeignete Blühmischungen heimischer Pflanzen könnten bei Futtermangel abhelfen. Im städtischen Raum sei oft auch einfaches Unterlassen eine Lösung: Nicht jeder Quadratmeter müsse genutzt werden, abgestorbene Stauden, ungemähte Grünstreifen oder Totholz schafften zusätzlich Lebensraum. Hier könne die Kommune auch Finanzmittel sparen und zugleich die Vielfalt der Wildbienen bewahren helfen.

„Bei der Bestäubung von Obstbäumen sind Wildbienen besonders effizient. Ohne sie und andere Bestäuber hätten wir kein Obst, keine Konfitüren, Marmeladen und keine heimischen Säfte. Wildbienenschutz ist deshalb auch ein wichtiger Schutz unserer Ernährungsgrundlagen“, betont Charlotte Reutter, die das BUND-Projekt „Blühendes Rheinhessen – Farbtupfer für Wildbienen“ leitet. Mit vier „Leuchtturmprojekten“ in Bingen-Büdesheim, Hahnheim, Nackenheim und Sulzheim will der BUND einen Beitrag leisten, im Land der „Rüben und Reben“ kleine Wildbienen-Paradise zu schaffen. Weitere Informationen zum Wildbienenprojekt unter charlotte.reutter@bund-rlp.de und bei www.blumenwiesen-rlp.de.

Pressekontakt:

Alexandra Stevens

BUND Alzeyer Land und Mainz-Bingen

a.stevens@bund-rlp.de

06131-572070

 




Mach mit!; Her mit den Mäusen

Suche

Metanavigation: