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Pressemitteilung vom 11. Februar 2015

BUND Alzeyer Land stellt Pflanze des Monats Februar vor:

Der Haselstrauch – Frühlingsbote in der Natur

Wer weiß, dass weibliche und männliche Blüten des Haselstrauches zwar getrennt, aber doch auf einer Pflanze zu finden sind? Im Februar, noch vor dem allgemeinen Laubaustrieb, beginnt normalerweise die Blütezeit der Hasel, weswegen der BUND Alzeyer Land sie zur Pflanze des Monats gewählt hat. Nur die gelben, ca. zehn cm langen männlichen Kätzchen, die schon im Herbst des Vorjahres angelegt werden, tragen die Pollen. Bei den unscheinbaren weiblichen Blüten ragen dagegen nur die roten Narben aus den Knospen hervor. Vor allem der Wind sorgt für die Bestäubung, ein einziger Blütenstand enthält etwa zwei Millionen Pollenkörner. Sehr zum Leidwesen vieler Allergiker, die in diesem Jahr teilweise seit Januar unter der Haselblüte leiden. Denn die Sträucher weisen eine große Formenvielfalt bezüglich des Blühzeitpunkts auf. Die Hasel kann bis zu 100 Jahre alt werden und wächst in der Regel strauchförmig, selten auch als Baum. Die Gemeine Hasel (Corylus avellana), die zur Familie der Birkengewächse gehört, wurde schon im Altertum wegen ihrer nahrhaften Früchte angebaut. Ihr Namenszusatz bezieht sich auf die italienische Provinz Avellino, die bekannt für ihren Haselnussanbau ist. Im Handel wird heute allerdings oft die Lamberts-Hasel aus der Schwarzmeerregion oder ein Mix beider Nüsse vertrieben. Die Nutzung der Hasel war einst sehr vielseitig. So fand ihr Holz Verwendung in der Fassreifenherstellung, für Stöcke und Armbrüste, zur Herstellung von schwarzem Schießpulver und Zeichenkohle. Traditionell wird die Hasel als Friedens- und Glückssymbol betrachtet, weshalb Unterhändler bei Friedensverhandlungen einen Haselzweig in der Hand hielten. Aber nicht nur der Mensch, sondern auch zahlreiche Tierarten interessieren sich für die Pflanze. Kleiber, Eichelhäher und Spechte sammeln die Nüsse genauso wie Eichhörnchen, Siebenschläfer und Haselmaus. Die Blätter der Hasel bieten Nahrung für viele Insekten wie den Haselblattroller, einem Käfer aus der Familie der Dickkopfrüssler. Auch die Raupen zahlreicher Schmetterlingsarten ernähren sich von den Blättern. Der Haselstrauch ist ein ökologisch wertvolles Gehölz. Der BUND Alzeyer Land hat die Pflanze deshalb im Grünen Klassenzimmer der VG Wörrstadt angepflanzt. Der BUND empfiehlt eine Vergesellschaftung in Gärten und Hecken mit anderen Sträuchern wie Schlehe, Weißdorn, Hartriegel oder Hainbuche. Diese Arten locken viele Tiere in den Garten, die sich dann aus nächster Nähe beobachten lassen.

 




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