Sie befinden sich hier:

Pressemitteilung vom 23. Mai 2014

Zackenschote verdrängt die heimische Flora

BUND Alzeyer Land sieht die Verbreitung des Neophyten kritisch

Auf eine Gefährdung der heimischen Flora durch die aus der Kaukasusregion eingewanderte orientalische Zackenschote (Bunias orientalis) weist die BUND Kreisgruppe Alzeyer Land hin. Der gelb blühende Neophyt wird oft mit dem Raps verwechselt. Nachdem dieser nun weitgehend verblüht ist, verwandelt die bis zu 150 cm hohe Zackenschote die Straßenränder, Wiesen und Felder in der VG Wörrstadt und Rheinhessen derzeit in gelbe Flächen. Volker Söllner von der Agenda-Gruppe BUND Mensch & Natur beobachtet diese Verbreitung seit Jahren sehr kritisch und plädiert für eine aktive Bekämpfung der Pflanze. Die Zackenschote bildet als mehrjährige Pflanze mit langer Pfahlwurzel zunächst einzelne, später sehr dichte Bestände, in denen die vorhandene Vegetation weitgehend und teilweise komplett verdrängt wird. Insekten sieht man nur selten auf den Pflanzen. „Die wirksamste Bekämpfung der Zackenschote besteht im vollständigen Ausstechen oder Ausreißen. Das Abmähen der Pflanze sollte zur Blütezeit stattfinden, damit eine weitere Ausbreitung durch Aussamen verhindert wird“, erläutert Söllner. Die einzige vertretbare Möglichkeit, größere Flächen zackenschotenfrei zu bekommen, ist die Behandlung mit selektiven Herbiziden nach gesetzlichen Vorgaben. „Das Mulchen ist nicht angebracht, wie man allerorts an Straßenrändern beobachten kann.“ Söllner weist darauf hin, dass die BUND-Flächen der Grünen Klassenzimmer rund um Sulzheim nur durch aktive Mithilfe engagierter Bürger zackenschotenfrei sind. Er hofft auf weitere Mithilfe bei der Bekämpfung der Pflanze, damit die Artenvielfalt unserer Natur erhalten bleibt.

Weitere Informationen:

BUND Alzeyer Land, Alexandra Stevens, a.stevens@bund-rlp.de, 06131-572070


 




Mach mit!; Her mit den Mäusen

Suche

Subnavigation:
Metanavigation: