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Pressemitteilung: 4. Juli 2013 

Was blüht denn da? – Wiesenwanderung mit allen Sinnen mit dem BUND Alzeyer Land

Im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten „40 Jahre BUND Rheinland-Pfalz“ lud der BUND Alzeyer Land zum GEO-Tag der Artenvielfalt ein. Auf der ca. 3,5 km langen kleinen Schleife des Erlebniswanderweges des Grünen Klassenzimmers bestimmten ca. 20 bis 25 Kinder und Erwachsene die biologische Vielfalt. Vom Alten Trafoturm in Sulzheim wanderte die von der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz mit Bestimmungsbüchern ausgerüstete Gruppe ins schöne Michelstal, an Feldern vorbei zum Schildbergturm und durch Blumen- sowie Streuobstwiesen. Dabei staunten die Teilnehmer, dass schon am Wegesrand eine Vielzahl von „Allerweltsblumen“ wachsen: Klatschmohn, Schöllkraut, Taubnessel, Klettenlabkraut, Weiße Lichtnelke, Wegwarte, Ackerwinde, Johanniskraut und viele mehr. Eine Pflanze wurde ausgiebig und mit allen Sinnen untersucht: die Wilde Möhre. „Mit einem Trick lockt die Pflanze andere Insekten, besonders Fliegen, an“, weiß Volker Söllner vom BUND Alzeyer Land. Die schwarze „Mohrenblüte“ in der Mitte der weißen Doldenblüte täuscht bereits vorhandenen Besuch vor und zeigt an, dass es hier leckeren Nektar gibt. Die Wilde Möhre ist eine der Stammpflanzen der heutigen Garten-Möhren. „Die Wurzel schmeckt wirklich nach Karotten“, stellt die achtjährige Aliya fest. „Nur besser!“ Der intensive Möhren-Geruch der Wurzeln überraschte auch die Erwachsenen. Mit Hilfe der Bestimmungsbücher und der Experten vom BUND wurden viele weitere Pflanzen dokumentiert. Darunter auch die seltene, aber hier im Grünen Klassenzimmer durchaus öfter anzutreffende Kartäuser-Nelke. Die zarte purpurfarbene Pflanze ist geschützt und blüht von Juni bis September. Unterwegs beobachteten die Exkursionsteilnehmer auch einige Schmetterlingsarten und Vögel. Der Zilp-Zalp zwitscherte besonders schön im Auengebiet des Micheltals, während der Mäusebussard majestetisch über allem kreiste und nach Beute Ausschau hielt.

Weitere Informationen: BUND Alzeyer Land, Ernst-Ludwig Hammen, Ernst-Ludwig_Hammen@web.de, 06732 – 62053

 




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