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Der BUND und der Alzeyer Kalksteinbruch

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist ein nach Landesnaturschutzgesetz und Denkmalpflegegesetz, durch Mitgliedsbeiträge und Spenden finanzierter, staatlich anerkannter, gemeinnütziger Umweltverband. Die Anerkennung beruht darauf, dass ehrenamtlicher Sachverstand aus der lokalen Bürgerschaft die Politik und ihre Verwaltung im Sinne eines langfristig orientierten Gemeinwohls beraten soll. Und dies tun wir ohne eigene wirtschaftliche Interessen. Mit Blick auf künftige Generationen verstehen wir uns als Lobby für Nachhaltigkeit. Wir setzen uns ein für die Ausgewogenheit ökologischer und sozialer aber auch ökonomischer Interessen.

Es liegt in der Natur der Dinge, dass wir uns oft auf Konfliktfeldern zwischen wirtschaftlichen Eigeninteressen und nicht selten kurzfristigen oder gar kurzsichtigen politischen Absichten und Zielen bewegen. Da suchen wir Auswege in langfristig tragfähige Lösungen. Wir sind zu Kompromissen fähig.

Der Erhalt regionaltypischer Landschaften mit ihrer Artenvielfalt und Schönheit ist uns als endliche Ressource, aber auch als wirtschaftspolitisch wichtiger, weicher Standortfaktor ein besonderes Anliegen.

Dass wir als „Ökos“ wirtschaftsfeindliche Verhinderer seien, ist schlicht dummes Zeug! Allerdings gibt es Grenzen – Asse und Biblis zum Beispiel mit ungelösten Endlagerproblemen, aber auch den uralten Alzeyer Kalksteinbruch vor unserer Haustür in Rheinhessen.

Alzey ist mit Bauland bestens bevorratet. Dies hat der Stadtrat am Beispiel Mauchenheimer Weg zu Recht festgestellt.

In Rheinland-Pfalz werden täglich zwischen fünfzig- und hunderttausend Quadratmeter Landschaft überbaut. Eine nachhaltige Flächenhaushaltspolitik ist das Gebot der Stunde. Innenentwicklung geht vor Außenentwicklung! Landschaft als natürliche Ressource ist endlich. Sie wächst nicht nach.

Hierin stimmt der BUND mit den Zielen der Landesplanung und Raumordnung überein und unterstützt diese ausdrücklich.

Es entspricht allerdings unserer Lebenserfahrung, dass leider Vieles hingebogen werden kann, auch wenn es nur Wenigen nützt!

Ein denkmalwürdiges Biotop mit wertvollen Fels- und Lößwänden zu verfüllen und dem „Dokterberg“ eine goldene Nase als „Premiumgebiet“ (Bauland) für „Besserverdienende“ aufzusetzen, sollte allen am Gemeinwohl orientierten BürgerInnen und ihren kommunalpolitischen Eliten zu denken geben. 

Ernst-Ludwig Hammen und Volker Söllner (BUND Kreisgruppe Alzeyer Land)

 




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