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GEO-Tag der Artenvielfalt mit dem BUND Alzeyer Land und der Wonnegauschule Osthofen

„Suchen – Finden – Bestimmen“ im Grünen Klassenzimmer „Rommersheimer Mühlchen“


Geo-Tag der Artenvielfalt am 16. Juni 2014


Möglichst viele Tier- und Pflanzenarten werden am GEO-Tag der Artenvielfalt in einem bestimmten Gebiet aufgespürt und bestimmt. Im Vordergrund stehen dabei die Entdeckerfreude sowie die Sensibilisierung für Naturräume und die Artenvielfalt vor der eigenen Haustür. Unter dem Motto „Suchen – Finden – Bestimmen“ nahmen Jugendliche der siebten Jahrgangsstufe der Wonnegauschule Osthofen im Rahmen ihrer Projektwoche am 16. GEO-Tag der Artenvielfalt teil. „Ihr dürft mit Kescher, Becherlupen, Fernglas und Fotoapparat schauen, was es zu entdecken gibt“, erklärte Leiterin Anna-Maria Hammen vom BUND Alzeyer Land.






Im Grünen Klassenzimmer „Rommersheimer Mühlchen“ der VG Wörrstadt wurden die Schüler in drei Forschergruppen eingeteilt. Neben dem bekannten Kohlweißling dokumentierte die „Schmetterlingsgruppe“ auch das Kleine Wiesenvögelchen, das Ochsenauge, den Kleinen Fuchs sowie den besonders zahlreich auftretenden Schachbrettfalter. Dieser weist auf der Oberseite der Flügel ein auffälliges schwarz-weißes Schachbrettmuster auf.

 








Mit von der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz gespendeten Bestimmungsbüchern benannte die „Pflanzengruppe“ eine Vielzahl von Wiesenblumen und -kräutern auf der alten Streuobstwiese und am Wegesrand. Hier wachsen Johanniskraut, Nelkenwurz, Kronwicke, Wegwarte, Acker-Winde, Vogel-Wicke und viele weitere Pflanzen. Der Wiesen-Bocksbart erregte besondere Aufmerksamkeit. „Die welken Blüten ähneln einem Ziegenbart, daher der Name“, wusste BUND-Aktive Anna-Maria Hammen. „Sind die Samen reif, sieht die Pflanze wie eine „Riesenpusteblume“ aus.“





Mit Becherlupen ausgestattet fing die „Insektengruppe“ viele kleine und größere Tiere. Neben verschiedenen Hummel-, Wespen- und Käferarten, entdeckten die Kinder auch die auffällige rot-schwarz gemusterte Streifenwanze sowie das Grüne Heupferd, eine von 14 hier vorkommenden und teilweise auch seltenen Heuschreckenarten.

 








Zum Abschluss legten die Naturforscher ein Herbarium mit den gefundenen Pflanzen an und prägten sich die Namen in einem Abschlussspiel ein. "Der GEO-Tag war für uns alle ein sehr gelungenes Erlebnis“, resümierte Lehrerin Miriam Barth. “Die Schülerinnen und Schüler konnten im Grünen Klassenzimmer Biologieunterricht einmal außerhalb des Schulgebäudes erleben. Die Natur ermöglichte ihnen Primärerfahrungen, die all ihre Sinne ansprachen. Ebenso wurde der emotionale Lernbereich mithilfe handlungsorientierter Methoden mit einbezogen, so dass die Jugendlichen mit großer Motivation aktiv waren und Forscherdrang entwickelten.“

 




Im „Grünen Klassenzimmer“ der VG Wörrstadt wurden brachliegende Flächen nach naturschutzfachlichen Kriterien umgestaltet. Streuobst- und Glatthaferwiesen, Halbtrockenrasen und Feuchtbiotope stehen der Öffentlichkeit, den Schulen und Kindergärten sowie Jugendgruppen zur Naherholung, Naturbeobachtung und zum Spielen zur Verfügung. So wird Natur direkt vor der Haustür erleb- und begreifbar - und das nicht nur zum GEO-Tag der Artenvielfalt.

 




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