BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


Die Sumpfmeise - Artenporträt Januar 2022


Foto: Natalie Treber


Der im Gegensatz zu der häufiger auftretenden Kohlmeise eher unscheinbar gefärbte Singvogel lebt vorrangig in Laub- oder Mischwäldern mit Totholzbestand. Die auch „Nonnenmeise“ genannte Art ist etwa zwölf Zentimeter groß. Für Laien ist sie kaum von der ähnlichen, aber selteneren Weidenmeise zu unterscheiden.

Sie brütet in Baumlöchern und nimmt eher selten Nistkästen als Brutstätten an. Als Nahrungsquelle dienen Insekten wie Käfer, Wanzen und Fliegen, aber auch Spinnen und Samen. Sumpfmeisen betreiben Vorratshaltung und verstecken einen Teil ihrer Beute.

Wichtig für den Arterhalt ist die Bewahrung der Lebensräume sowie die Sicherstellung des Nahrungsangebots. Der drastische Insektenschwund in Deutschland ist für viele Vogelarten, darunter auch die Sumpfmeise, eine Bedrohung. Eine Verringerung des Pestizideinsatzes in Landwirtschaft, Parks und Gärten sowie die Schaffung von Lebensräumen für Insekten z.B. in Form von Streuobstwiesen, Dauergrünland, blühenden Ackerrandstreifen und ausreichend Totholz ist dringend notwendig.

Das Foto wurde in einem Naturgarten am Rande des Bornheimer Biotopverbunds nahe des Regenrückhaltebeckens aufgenommen.

Quelle: http://alzeyer-land.bund-rlp.de/aktivitaeten_projekte/artenportraets/sumpfmeise/